Hallo, ich bin Mehria Ashuftah.
1989 kam ich mit meinen Eltern aus Afghanistan nach Hamburg und musste zunächst in einer Flüchtlingsunterkunft leben. Ich wuchs in dieser Zeit auf, als das Kind, das selten zu Geburtstagsfeiern eingeladen wurde, das Kind mit den Sprachproblemen. Ich hatte Schwierigkeiten, mich auszudrücken, und oft fühlte ich mich nicht wirklich dazugehörig. Ich war fremd, wurde nicht ernst genommen und häufig ausgelacht.
Trotz all der Herausforderungen hatte ich einen Traum. Ich wollte Anwältin und Dozentin werden, wie meine Tante in Afghanistan. Ich sagte mir immer wieder: „Das will ich auch!“
Mein Vater kämpfte mit jeder Faser seines Körpers, um uns eine bessere Zukunft zu schaffen. Nach einigen Jahren zogen wir in einen anderen Stadtteil, und dieser Moment war für uns ein echter Neuanfang. Ich ging auf ein Hamburger Gymnasium, fand Freunde und fühlte mich zum ersten Mal wirklich angekommen. Ich gehörte jetzt dazu – nicht nur als jemand, die neu in Deutschland war, sondern als jemand, die ihren Platz in dieser Stadt gefunden hatte. Hamburg gab mir ein Zuhause. Hamburg hat mir mehr als nur ein Dach über dem Kopf geboten. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, zu wachsen und zu lernen – vor allem habe ich verstanden, dass Integration mehr ist, als einfach nur einen Platz zum Leben zu haben. Sie ist ein aktiver Prozess, bei dem man sich einbringt, dazugehört und sich entfalten kann.
Heute habe ich meine Träume verwirklicht und bin unter anderem Rechtsanwältin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Hamburg hat uns damals aufgenommen und mir eine neue Heimat gegeben – und genau deshalb setze ich mich jetzt dafür ein, etwas von dem, was mir diese Stadt ermöglicht hat, zurückzugeben.
Ich möchte ein Hamburg gestalten, in dem alle Menschen, unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Lebensumständen, die gleichen Chancen auf eine gute Zukunft haben
PERSÖNLICH
Warum ich kandidiere:
Hamburg hat mich aufgenommen, mir ein Zuhause gegeben und mir viele Möglichkeiten eröffnet. Nun möchte ich etwas zurückgeben und mein politisches sowie soziales Engagement auf eine neue Ebene heben – deshalb kandidiere ich für die Hamburgische Bürgerschaft. Ich bringe vielfältige Perspektiven in die Politik ein – nicht nur durch meinen Beruf, sondern auch durch meine Ehrenämter in verschiedenen Bereichen. Als Wertebotschafterin einer Bildungsinitiative bin ich regelmäßig an Schulen, als Protektorin im Hamburger Studierendenwerk für über 470 Studierende verantwortlich, als Vorstandsmitglied bei Dolle Derns e.V. (ein Verein, der mit sieben Standorten Projekte für junge Frauen anbietet) und als Gründungsmitglied der Refugee Law Clinic – KnowYourRights (Unterstützung von geflüchteten Menschen) setze ich mich für Chancengleichheit und soziale Teilhabe ein. Diese vielfältigen Erfahrungen ermöglichen es mir, Probleme zu erkennen und gemeinsam mit Akteur:innen und der Bevölkerung Lösungen zu erarbeiten.
Für eine Politik, die aus der Praxis kommt!
Setzen Sie Ihr Vertrauen in mich, damit wir gemeinsam Hamburg und seine Zukunft gestalten. Für eine starke weibliche Stimme für Wirtschaft, Bildung, Gleichberechtigung, Frauenrechte und soziale Teilhabe! Denn diese Themen sind nicht nur wichtig für die individuelle Freiheit, sondern auch für den Wohlstand unserer Gesellschaft.
Ich weiß, wie es ist, einen schwierigen Weg zu gehen. Heute habe ich die Möglichkeit, anderen zu helfen, ihren Weg zu erleichtern – und ich habe nie vergessen, woher ich komme und wie alles begann. Ihre Stimme für eine gerechteund vielfältige Zukunft Hamburgs!
Meine Geschichte:
Als kleines Kind floh ich mit meiner Familie aus Afghanistan und wuchs in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg auf. Oft wurde mir gesagt, dass aus jemandem wie mir – Kriegsflüchtling, weiblich, aus Afghanistan, muslimisch gelesen – nichts werden könnte. Doch ich gab nie auf. Diese Erfahrung hat mich geprägt und motiviert, für eine bessere Zukunft zu kämpfen – für mich und für alle die Unterstützung und Chancen benötigen.
Mein beruflicher Werdegang:
Nach dem Abitur studierte ich Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg und absolvierte mein Rechtsreferendariat am Oberlandesgericht in Schleswig mit Stationen bei der Staatsanwaltschaft, dem Landgericht, dem Außenministerium und dem Bundestag. Nach dem zweiten Staatsexamen begann ich als Lehrbeauftragte an der Rechtsfakultät und arbeitete als Anwältin – zuletzt bei Deloitte Legal, einer der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt.